PKV Beitragserhöhung 2027 FAQ
PKV Beitragserhöhung 2027: Antworten auf häufige Fragen
FAQ zur PKV-Beitragserhöhung 2027: Wie stark steigen die Beiträge? Warum steigen die Beiträge schon wieder? Was kann ich sofort und was kann ich langfristig gegen Beitragserhöhungen tun?
Für wen steigen die PKV-Beiträge zum 01.01.2027?
Die PKV Beitragserhöhung zum 01.01.2027 betrifft 53% der Privatversicherten.
Wie stark steigen die PKV-Beiträge zum 01.01.2027?
Die PKV Beiträge steigen zum 01.01.207 um 13,4%. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Anstieg von 7,1% für alle Privatversicherten (13,4 x 0,53).
Wie stark steigen die PKV-Beiträge für Normalversicherte?
Die PKV Beiträge für Normalversicherte steigen zum 01.01.2027 um 15,3%.
Wie stark steigen die PKV-Beiträge für Beihilfeberechtigte?
Die PKV Beiträge für beihilfeberechtigte Beamte steigen zum 01.01.2027 um 11,4%.
Wie stark steigt der Beitrag für Selbstständige?
Bei z. B. 700 Euro Beitrag im Jahr 2026 bedeutet ein Anstieg um 15,3% ein Plus von 107,10 Euro und damit einen 2027er-Beitrag von 807,10 Euro, da Selbstständige ihren Beitrag zu 100% selbst zahlen.
Wie stark steigt der Beitrag für Rentner?
Bei z. B. 600 Euro Beitrag im Jahr 2026 bedeutet ein Anstieg um 15,3% ein Plus von 91,80 Euro.
Weil der DRV-Zuschuss von 8,75% auf die gesetzliche Brutto-Rente und nicht auf den Beitrag geht, tragen Rentner die Beitragserhöhung 2027 - im Beispiel um 91,80 Euro auf 691,80 Euro - zu 100%.
Wie stark steigt der Beitrag für Angestellte?
Bei z. B. 800 Euro Beitrag im Jahr 2026 bedeutet ein Anstieg um 15,3% ein Plus von 122,40 Euro und damit einen 2027er-Beitrag von 922,40 Euro. Davon trägt der Arbeitnehmer 50%, also 922,40 x 0,5 = 461,20 Euro und damit 61,20 Euro mehr als noch 2026.
Wie stark sind die PKV-Beiträge seit 2015 gestiegen?
Laut PKV-Verband sind die PKV-Beiträge 2015 - 2025 um durchschnittlich 3,9% pro Jahr gestiegen, aber 2017 - 2027 bereits um 5,1% pro Jahr, was eine Folge der steilen Anstiege 2026 und 2027 ist.
Was bedeutet ein PKV-Beitragsanstieg um 4 - 5% pro Jahr?
Plus 4% p.a. verdreifachen den Beitrag in 30 Jahren, plus 5% p.a. vervierfachen den Beitrag sogar:

Warum steigen die PKV-Beiträge zum 01.01.2027?
Die PKV-Leistungsausgaben sind 2025 stark gestiegen:
- Arzneimittel um 8,0%
- Krankenhaus um 7,5%
- Heilmittel (Physio-, Ergotherapie usw.) um 6,6%
- Ärztliche Behandlung (ambulant) um 6,0%
Ist mit einem Nachlassen der Beitragsdynamik zu rechnen?
Nein, die Leistungsausgaben werden weiter steigen. Ohne einschneidende Reformen wird die Zahl der Krankenhaus-Betten und der medizinisch fragwürdigen Rücken- und Knie-OPs nicht sinken.
Auch eine Entlastung durch sinkende Lebenserwartung und höheren Anlagezins ist nicht absehbar, weshalb die privaten Krankenversicher selbst von weiter steigenden Beiträgen ausgehen.
Warum steigen die PKV-Beiträge oft sprunghaft?
Erst wenn einer der auslösenden Faktoren, Leistungsausgaben oder Lebenserwartung, über den vertraglich bzw. gesetzlich festgelegten Schwellenwert steigt, darf der Beitrag angepasst werden.
Das kann zu über viele Jahre aufgestautem Kostendruck führen, der sich dann, wenn mindestens ein Schwellenwert überschritten wird, in einer zweistelligen Beitragsanpassung Bahn bricht.
Schützt eine hohe Anpassung vor einer hohen Anpassung im Folgejahr?
Ein extremes Beitragsplus in 2026 schützt nicht unbedingt vor einem hohen Beitragsplus in 2027, schon gar nicht in der Altersgruppe Ü55.
AXA, EL Bonus-U + ActiveMe-U: 2026 und 2027 zusammen sind beide Tarife um rund 40% gestiegen.
| PKV | Tarif | B/U | 2026 | 2027 | Erhöhung | % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| AXA | Vital 750 | B | 546,20 | 675,97 | 129,77 | 23,8 |
| AXA | EL Bonus-U | U | 621,18 | 803,38 | 182,20 | 29,3 |
| AXA | EL Bonus-U | U | 786,64 | 1034,45 | 247,81 | 31,5 |
| AXA | EL Bonus-N | B | 657,78 | 811,60 | 153,82 | 23,4 |
| AXA | EL Bonus | B | 602,17 | 780,46 | 178,29 | 22,8 |
| AXA | ActiveMe-U | U | 554,68 | 706,65 | 151,97 | 27,4 |
| AXA | Vision 1N | B | 208,55 | 288,61 | 80,06 | 38,4 |
BBKK und UKV, GesundheitVARIO: Mit 2026 +35% und 2027 +10% ergibt sich ein Anstieg um ca. 50%.
| PKV | Tarif | B/U | 2026 | 2027 | Erhöhung | % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| BBKK | CompactPrivat/S | U | 522,53 | 612,52 | 89,99 | 14,7 |
| BBKK | CP-Start 900 A | U | 545,31 | 635,31 | 90,00 | 14,2 |
| BBKK | GesundheitComfort 900 | B | 561,83 | 653,48 | 91,65 | 14,0 |
| BBKK | GesundheitVario 1600 | U | 546,35 | 655,49 | 109,14 | 16,7 |
Die Beträge oben sind Ü55-Beitragsbescheiden zum 01.01.2027 entnommen, aber nicht repräsentativ.
Welche Rechte und Möglichkeiten haben Sie, um auf eine Beitragserhöhung zu reagieren?
- Akzeptieren
- Widersprechen
- In die GKV wechseln
- PKV-Anbieter wechseln
- Selbstbeteiligung erhöhen
- Nicht benötigte Tarife kündigen
- In einen der Sozialtarife wechseln
- PKV-Tarifwechsel nach § 204 VVG
- Akzeptieren, ohne einen Tarifwechsel nach § 204 VVG zu prüfen, ist nicht zu empfehlen.
- Widersprechen, wenn steigende Ausgaben als Grund für die Erhöhung genannt werden, ist ohne vorherige anwaltliche Erstberatung, um die Erfolgsaussichten abzuklären, nicht zu empfehlen.
- Ein Wechsel zurück in die GKV ist nur U55 bzw. Ü55 nur im Rahmen der Mitversicherung möglich.
- Der Wechsel des PKV-Anbieters ist Ü55 definitiv nicht zu empfehlen (siehe nächste Frage).
- Die tarifliche Selbstbeteiligung zu erhöhen, kann den Jahresbeitrag inklusive Selbstbehalt senken, aber tariflich ist oft kein höherer SB verfügbar und wenn, dann ist dieser nicht immer günstiger.
- Wenn Sie Zusatztarife (wie KTG) nicht mehr benötigen, können Sie diese kündigen.
- Ein Wechsel in den Standardtarif will sehr gut überlegt sein (ist ohne Beratung nicht empfohlen), der Basistarif ist wegen des Zuschusses von 50% bei Hilfsbedürftigkeit nach SGB II (Bürgergeld) oder SGB XII (Sozialhilfe) bzw. wenn die Hilfsbedürftigkeit dadurch vermieden wird, eine Option.
- Einen Tarifwechsel nach § 204 VVG sollten Sie jedes Jahr prüfen (siehe übernächste Frage).
Warum sollte ich den Anbieter NICHT wechseln?
Diese Faktoren stehen einer Beitragssenkung durch Anbieterwechsel im Weg:
- Höheres Eintrittsalter
- Erneute Gesundheitsprüfung für alle Tarifleistungen
- Verlust der Altersrückstellungen (für langjährig Privatversicherte zu 100%)
Nur junge und gesunde Kunden können den Beitrag durch einen Anbieterwechsel theoretisch senken.
Wie kann ich meinen PKV-Beitrag trotzdem senken?
Die für langjährig Privatversicherte einzig sinnvolle Option zur Beitragssenkung ist ein Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft, auch interner Tarifwechsel oder Tarifwechsel nach § 204 VVG genannt.
Welche Vorteile hat ein interner Tarifwechsel?
Vorzüge interner Tarifwechsel auf einen Blick:
- kein Verlust der Altersrückstellungen
- keine Gesundheitsprüfung notwendig
- 20 - 50% Beitragssenkung möglich
- kein Leistungsverzicht notwendig
- kein Höchstalter
- monatlich möglich
- unbegrenzt oft möglich
Interne Tarifwechsel ermöglichen eine Beitragsersparnis ohne Gesundheitsprüfung, ohne Verlust der Altersrückstellungen, ohne Verzicht auf Leistungen, auch für chronisch Kranke, in jedem Alter, zu jeder Zeit und unbegrenzt häufig.
In unseren Handelsblatt-Artikeln finden Sie weitere Informationen zur PKV Beitragserhöhung 2027, zum Tarifwechsel nach § 204 VVG und zur nachhaltigen Beitragssenkung.
Warum sind kontinuierliche Tarifwechsel zu empfehlen?
Angesichts starken Kostendrucks und großer Beitragsdynamik empfehlen wir die jährliche Prüfung und den kontinuierlichen Wechsel des Tarifs und garantieren daher
lebenslanges
Gratis-Wechseln.
Wie entwickelt sich mein Beitrag ohne vs. mit Tarifwechseln über einen längeren Berechnungshorizont?
Ziehen Sie die Regler auf Ihre Wunschwerte, um Ihr Einsparpotenzial durch regelmäßige Tarifwechsel zu berechnen. Links unten sehen Sie, wohin sich Ihr PKV-Beitrag OHNE Tarifwechsel entwickeln würde.
Bitte beachten: Die ermittelte Ersparnis ist das mathematisch korrekte Resultat Ihrer Annahmen. Für kontinuierliche Wechsel müssen geeignete Tarife verfügbar sein. Für die Neukunden-Akquise werden aber immer wieder neue Tarife aufgelegt, weil ältere Tarife irgendwann zu teuer werden.










